Gastbeitrag: 10 Dinge, die Online Shops erfolgreich machen




Nie war es einfacher einen Onlineshop einzurichten. Dank Services wie Tictail und Shopify kann mitlerweile so gut wie jeder online verkaufen. Doch welche 10 Dinge können dabei helfen, aus der Masse der Onlineshops herauszustechen und möglichst viele Besucher in Kunden zu konvertieren?

Die Herausforderung ist weniger das Einrichten des eigenen Onlineshops – viel wichtiger ist es Besucher auf den eigenen Shop aufmerksam zu machen und diese in zahlende Kunden zu verwandeln. Während für einige ein Onlineshop eine nette Nebensumme einbringt, so gibt es auch Leute, für die ein Onlineshop die Haupteinnahmequelle bedeutet. Conversions sind für beide Gruppen sehr wichtig.

Traurig aber wahr –  Leute werden dem Onlineshop nicht die Türen einrennen. Dadurch, dass es so einfach ist einen Onlineshop einzurichten, gibt es am Ende hunderte oder gar tausende Shops mit ähnlichem Angebot.

Glücklicherweise können viele der Erfolgsgeheimnisse großer Onlineshops auch auf Ihren Shop angewendet werden. Unten finden Sie 10 Dinge, mit denen sich Ihr Shop Wettbewerbsvorteile verschafft.

1. Produktbewertungen

Die besten Fürsprecher für Ihren Shop sind häufig Ihre Kunden. Ihre Produktbeschreibungen – etwas, das wir uns später genauer ansehen– können unentschiedene Besucher nur zu einem bestimmten Grad überzeugen.

Geben Sie Kunden die Möglichkeit über ihre Einkäufe zu berichten und so mit anderen zu teilen, was für eine Erfahrung beim Einkauf und mit dem Produkt gemacht haben.

Ein Plus ist, dass Sie so eine schnelle Validierung ihrer Produkte erhalten.

Sehen Sie sich einmal die folgenden Statistiken zum Thema Produktbewertungen an:

  • Produktbeschreibungen heben Verkäufe im Durchschnitt um 18%, und wenn Sie mehr als 50 Bewertungen für ein Produkt haben, dann können Sie durchschnittlich eine 4.6% höhere Conversion Rate erwarten (Reevoo)
  • 58% aller Konsumenten bevorzugen Webseiten mit Produktbewertungen (MarketingSherpa)
  • 63% von Besuchern kaufen eher bei Ihnen, wenn Ihre Webseite Kundenbewertungen enthält (iPerceptions)
  • Kundenbewertungen wird 12 Mal mehr vertraut als den Produktbeschreibungen, die von den Herstellern kommen (EXPO Communications)
  • Besucher, die Kundenberwertungen gelesen haben, weisen einen 6% höheren Bestellwert auf als solche, die vorher keine Bewertungen gelesen haben (Bazaarvoice)

2. Fotos in höchster Qualität

Mal ehrlich, wer kauft denn schon etwas online ohne vorher ein Foto gesehen zu haben? Glücklicherweise haben heutzutage alle Smartphones sehr gute Kameras und so kann quasi jedermann relativ gute Fotos machen. Und es gibt wirklich keine Ausrede, dass Sie ihre Produkte nicht ins rechte Licht rücken.

Wie Sie gut bei den Screenshots unten sehen können, zeigt STM Bags nicht nur Einzelfotos seiner Produkte. Zusätzlich werden die Produkte “in Action” gezeigt, sodass Besucher sehen können, wie und in welchen Situationen man diese Produkte einsetzt.

STM

Für konkrete Beispiele wie man mit dem Smartphone hochkarätige Bilder schießt, lesen Sie sich am besten die folgenden Posts durch:

Wer selbst nicht zur Kamera greifen möchte kann natürlich auch auf einen Service wie Fast Forward Imaging zurückgreifen. Dort kann man hochauflösende Fotos auch in 360° Ansicht für so gut wie jede E-Commerce Kategorie beauftragen.

3. Einfacher Bezahlungsprozess

Ihre Checkout Page (die Bezahlseite) ist der letzte Stop für Ihre Kunden auf ihrem Weg durch den Verkaufstrichter. Wie können Sie hier mehr Conversions und somit Umsatz erreichen? Machen Sie den letzten Schritt so einfach wie möglich.

Schlussendlich ist dies der Moment, in dem Besucher zu Ihren Kunden werden. Um Ihren Bezahlprozess so schnell und einfach wie möglich zu gestalten, halten Sie sich an diese 9 Tipps.

  • Bieten Sie unterschiedliche Zahlungsmethoden an
  • Zwingen Sie Leute nicht, sich zu registrieren
  • Stellen Sie sicher, dass sich die Bezahlseite in der Optik nicht zu sehr vom Rest der Seite unterscheidet
  • Bauen Sie keinen Redirect ein
  • Machen Sie es einfach für Nutzer Eingabefehler zu korrigieren
  • Fragen Sie die Nutzer nicht nach unnötigen Informationen
  • Zeigen Sie Autorität mit Zertifizierungen
  • Entfernen Sie alle vom Zahlungsprozess ablenkenden Elemente
  • Bauen Sie einen klaren “Call to Action” ein

Für weitere Details zum Thema “Vereinfachung des Zahlungsvorgangs” sehen Sie sich gerne meinen Post für KISSmetrics an: 9 Ways to Make the Payment Process Easy for Online Customers

4. Schnelle Ladezeiten

Heutzutage denken wir so gut wie nie über eine schnelle Internetverbindung nach, denn eine stabile High-speed Internetverbindung ist schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Eines jedoch ist sicher: Ihre Besucher mögen keine langen Ladezeiten.

Eine Infografik auf Mashable von OnlineGraduateProgams.com zeigt, dass 1 in 4 Personen eine Webseite verlässt, wenn diese nicht innerhalb von 4 Sekunden geladen hat. KiSSmetrics zeigte in einer Studie, dass eine um 1 Sekunde längere Ladezeit eine Conversionreduktion von 7% bedeuten kann.

Schnelle Ladezeiten tragen zu einer runden, stressfreien Shoppingerfahrung bei. Jeder sollte seinen Onlineshop auch bezüglich Schnelligkeit überprüfen, damit kein Geld auf dem Tisch liegen bleibt.

Ein nützliches Tool um die Ladezeit Ihrer Seite zu messen ist der Pingdom Website Speed Test.

5. Design

Eine Infografik von KISSmetrics zeigte, dass 42% der Onlineshopper Ihre Meinung über eine Webseite allein auf Design zurückführen. 52% der Befragten gaben an, aufgrund ästhetischer Gesichtspunkte nicht mehr zu Webseiten zurüchzukehren.

Was bedeutet dies für Ihren Onlineshop? Professionelles Design hilft immens auf dem Weg zum erfolgreichen Onlineshop. Gleichzeitig hilft es Vertrauen aufzubauen und die Personalität der Marke zu transportieren.

Unten sehen Sie sehr gut wie es Incase schafft, die Produkte über alles anderem in den Vordergrund zu rücken und gleichzeitig das Design sehr simpel zu halten.

Incase

6. Verwandte Produkte

Upselling im großen Stile. Zeigen Sie Ihren Besuchern auf Produktseiten andere Produkte, die von anderen Besuchern zusammen gekauft wurden oder Produkte, die sich prima ergänzen. Zum Beispiel könnten Käufer extra Batterien oder eine größere Speicherkarte für Ihre Digitalkamera gebrauchen.

Dies ist die perfekte Möglichkeit, mit Produkten den Umsatz nach oben zu schrauben, an die die Besucher vielleicht gar nicht gedacht hätten.

Amazon

Seien Sie jedoch vorsichtig und nutzen Sie dieses Feature nicht auf Ihrer Bezahlseite, da Sie dort die Ablenkungen auf das Minimum reduzieren wollen.

7. Einfache Navigation im Shop

Für jede Shoppingseite gilt dasselbe – um Einkaufen zum angenehmen Erlebnis zu machen, müssen Besucher auf einfache Weise das finden, wonach Sie suchen.

Es muss Besuchern ermöglicht werden, sich einfach durch Ihren Shop zu navigieren. Effektive, klare Kategorien, Filter und Suchsysteme im Shop helfen. Viele Leute kaufen online, weil es einfach bequemer ist – machen Sie also die Shoppingerfahrung dementsprechend stressfrei und schnell durch eine gute Shopnavigation.

Apple1

Im obigen Screenshot sieht man sehr gut wie zum Beispiel Apple Produktkategorien einsetzt, um den Besuchern zu helfen, genau das zu finden, wonach Sie suchen. Apple geht auch noch einen Schritt weiter mit der Suchfunktion, die alle Produkte zeigt, die derzeit verfügbar sind.

Apple2

8. Exzellente Produktbeschreibungen

Man kann nicht zu jeder Zeit überall sein, deshalb sind gute Produktbeschreibungen häufig die besten Vertriebler. Es sind die Worte und die Kunst der überzeugenden Sprache, welche Besucher in Kunden verwandeln.

Zum Glück braucht man für die meisten Produktbeschreibungen keinen Abschluss in Marketing – konzentrieren Sie sich darauf, was Ihren Besuchern am wichtigsten ist. Hier eine kurze Liste, wie Ihre Produktbeschreibungen Conversions steigern können:

  • Richten Sie Ihren Fokus auf die Vorteile des Produktes – Was tut das Product für mich als Kunden?
  • Nutzen Sie einfache, klare Sprache und vermeiden Sie zu viel Slang
  • Schreiben Sie in kurzen Sätzen, um die Lesbarkeit zu verbessern
  • Identifizieren Sie die Motivation der Besucher, Ihre Produkte zu kaufen
  • Haben Sie eine klaren USP (Unique Selling Point) parat, um Ihr Produkt von der Konkurrenz zu unterscheiden

9. Fantastischer Kundensupport

Sind wir mal ehrlich, irgendwann geht immer mal etwas schief – Produkte halten nicht ewig, vielleicht haben Sie Serverprobleme oder es gibt Engpässe bei der Lieferung. Was auch immer es ist, Sie müssen darauf vorbereitet sein, mit verärgerten Kunden klar zu kommen.

Das kann ein Schlüssel dabei sein, existierende Kunden zu binden und neue anzulocken. Beim Angebot an Onlineshops ist man schnell auf einen Wettbewerber umgestiegen. Und mit der weiten Verbreitung von Social Media sprechen sich die Nachrichten von schlechtem Kundensupport schneller herum als Ihnen lieb sein kann.

Zendesk hat einen großartigen Artikel zum Thema geschrieben, wie man herausragenden Kundensupport liefert. Einige ihrer Empfehlungen sind: Bauen Sie schon von Beginn eine Beziehung zum Kunden auf, seien Sie persöhnlich und haben Sie eine detaillierte Rubrik zu den wichtigsten Fragen.

Wenn Sie gerne etwas Kreativeres machen möchten, dann können Sie sich im Buffer Blog von Gregory Ciotti Inspiration holen: 10 Customer Service Stories That Will Restore Your Faith In Humanity

10. Onlineshop Testen

Der letzte aber eventuell der wichtigste Aspekt. Bevor man Veränderungen in den oben genannten Punkten vornimmt, sollte man auf jeden Fall Tests durchführen. Dies hilft zu sehen, welche Elemente wie Bilder, Produktbeschreibungen oder Navigation zu den höchsten Conversion Rates führen. Häufig liegt man falsch in seinen Annahmen und nur Tests verschiedener Versionen der Webseite können zeigen, welche Variante bei Besuchern am besten funktioniert. Das Großartige an A/B Tests ist, dass man Entscheidungen auf Daten basieren kann und so aus seinem Onlineshop das Maximale herausholen kann.

Über Kostas Papageorgiou

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Kostas Papageorgiou ist professioneller Blogger und verantwortlich für das Content Marketing bei PAYMILL – ein Startup, das die wohl einfachste Möglichkeit anbietet, Kreditkarten und andere Bezahlmethoden in Webseiten und Mobile Applications zu integrieren. Folgen Sie Kostas auch auf Twitter und Google+

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