10 innovative Wege, mit denen Sie mehr Newsletter-Abonnenten generieren




Mit Newslettern bleiben Sie Ihren Lesern und Kunden auch dann im Gedächtnis, wenn sie Ihre Website bereits wieder verlassen haben. Testen Sie die folgenden Ideen (einige sehr bekannt, einige versteckte Schätze) in Ihrem Anmeldeprozess, um Ihre E-Mail-Anmeldeformulare und E-Mails zu optimieren mit dem Ziel, mehr Anmeldungen zu generieren. 

1. Anreiz für Anmeldung schaffen

Wer lässt sich nicht gerne beschenken? Abhängig davon, wieviel Wert ein Newsletter-Abonnent für Sie hat, können Sie diese kostspieligeren, aber häufig hocheffektiven Möglichkeiten, Besucher zur Anmeldung zu Ihrem Newsletter zu bewegen, ausprobieren:

  • Gutscheine anbieten (5 € Rabatt auf den nächsten Kauf),
  • kostenlose Geschenke, beispielsweise Kleidung (z. B. T-Shirts),
  • kostenloses Informationsmaterial (z. B. ein E-Book zu einem Thema, das relevant für Ihre Zielgruppe ist, oder ein Autoresponder-Kurs) oder
  • Verlosungen („Gewinnen Sie eine Reise nach Puerto Rico!“).

Dies sind vier clevere Möglichkeiten, um die Double Opt-in-Raten – der Prozentsatz der neuen Abonnenten, die auf den per E-Mail gesendeten Bestätigungslink klicken – zu erhöhen. Die Prämie erhält der Abonnent nur, wenn er auf den Bestätigungslink in der E-Mail klickt. Im Fall von Verlosungen können Sie die Bestätigung mit Mundpropaganda kombinieren, z. B. höhere Gewinnchancen, wenn der Abonnent sie seinen Freunden weiterempfiehlt. Vergessen Sie nicht, dass solche mit Empfehlungen verbundenen Anreize am besten für bekannte Marken mit gefestigtem Ruf funktionieren, denn wer empfiehlt schon etwas, wovon er selbst noch nicht überzeugt ist.

2. Lassen Sie Abonnenten wissen, was sie erwartet

Ihre künftigen Leser möchten wissen, was sie erwartet, wenn sie sich für Ihren Newsletter anmelden. Suchen Sie sich zwei oder drei Ihrer bisher erfolgreichsten und meistgelesenen Newsletter heraus und verwenden Sie diese als Beispiel. Wenn Sie z. B. eine Nachrichten-Website betreiben, könnte dies eine Ausgabe mit den aktuellen Nachrichten sein, die Ihre Abonnenten über wichtige aktuelle Ereignisse informiert.

Die Newsletter-Übersichtsseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung enthält für jedes Newsletterressort ein aussagekräftiges Beispiel und die Angabe der Sendefrequenz.

Die Newsletter-Übersichtsseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung enthält für jedes Newsletterressort ein aussagekräftiges Beispiel und die Angabe der Sendefrequenz.

Zudem ist es wichtig, zukünftigen Abonnenten zu erklären, wie häufig sie mit E-Mails rechnen können, und ihnen mitzuteilen, dass Sie ihnen keine Spam-E-Mails senden oder ihre E-Mail-Adresse an andere weitergeben. Es ist gemeinhin bekannt, dass man sich jederzeit von Newslettern abmelden kann, aber je nach Zielgruppe kann es sinnvoll sein, ausdrücklich darauf hinzuweisen.

3. Seien Sie persönlich

Verwenden Sie persönliche Elemente im Wertversprechen. Wenn Sie eine Nachrichten-Website betreiben, können Sie den Namen und das Foto Ihres Chefredakteurs abbilden. Wenn Sie einen E-Commerce-Shop betreiben, könnten Sie z. B. einen Mitarbeiter zeigen, der Ihre Produktauswahl oder redaktionelle Inhalte kuratiert.

Die deutsche Website für Finanzberatung „Finanztip“ zeigt ein Foto und den Namen des Chefredakteurs Hermann-Josef Tenhagen.

Die deutsche Website für Finanzberatung „Finanztip“ zeigt ein Foto und den Namen des Chefredakteurs Hermann-Josef Tenhagen.

Der New York Playbook-Newsletter von POLITICO bildet neben dem Thema „New York“ Jimmy Vielkind und Azi Paybarah zentral ab.

4. Das Anmeldeformular gemäß Besucherverhalten positionieren

Versetzen Sie sich in Ihre Besucher und überlegen Sie sich, ab wann Sie Ihre E-Mail-Adresse herausgeben würden. Wahrscheinlich werden sich die wenigsten bei ihrem ersten Besuch auf Ihrer Website anmelden, da sie Sie ja gerade erst kennenlernen. Positionieren Sie das Anmeldeformular entsprechend. Für neue Besucher positionieren Sie das Anmeldeformular weiter unten in der Layout-Hierarchie. Platzieren Sie andere wichtige Handlungsaufforderungen, die Besucher auf Ihrer Seite halten (z. B. empfohlene Artikel) höher auf der Seite. Sobald ein Besucher Interesse an Ihren Inhalten zeigt (z. B. nachdem er sich einige Seiten angesehen hat), verschieben Sie das Anmeldeformular an eine auffälligere Position.

Für wiederkehrende Kunden, die deutliches Interesse an Ihren Inhalten zeigen, aber noch nicht angemeldet sind, können Sie auch etwas auffälligere Overlays oder Einblendungen verwenden. Entsprechend können Sie für bestehende Abonnenten (Besucher, die irgendwann einmal via Newsletter-Link auf Ihre Website gelangt sind) die Verweise auf den Newsletter weniger auffällig gestalten (z. B. indem Sie lediglich einen Link in der Fußzeile integrieren) und Raum für andere, wichtigere Handlungsaufforderungen schaffen.

HelpScout zeigt die Handlungsaufforderung „Abonnieren“ standardmäßig an. Gelangt ein Abonnent jedoch via Newsletter auf die Website, wird die Schaltfläche entfernt.

5. Den Newsletter in inhaltlichem Kontext anbieten

Finanztip setzt den Wert des Newsletters in den Kontext des Artikels, den der Leser gerade liest, und generiert gleichzeitig Abonnenten für die allgemeinen Newsletter („und weitere Verbraucher-Themen“).

Finanztip setzt den Wert des Newsletters in den Kontext des Artikels, den der Leser gerade liest, und generiert gleichzeitig Abonnenten für die allgemeinen Newsletter („und weitere Verbraucher-Themen“).

Eine weitere gute Personalisierungsmethode zur Erhöhung der Anzahl der Newsletter-Abonnements ist das Einbetten des Anmeldeformulars in inhaltlichen Kontext. Wenn der Besucher einen Artikel zur Klimakonferenz in Paris liest, können Sie ihn fragen, ob er über dieses Thema und andere relevante Themen auf dem Laufenden bleiben will. Auf diese Weise können Sie Ihre Liste segmentieren, und gleichzeitig Abonnenten für Ihre Gesamtliste gewinnen.

Guardian-subscription

Der Guardian ermöglicht es seinen Lesern direkt nach der Meldung von Eilnachrichten, d. h. nach der Schaffung von Wert für den Leser, sich für Eilmeldungen anzumelden. Auf diese Weise wird die Beziehung zu den Lesern gestärkt und ein Trichter geschaffen, mit dem Besucher von Google News und anderen Drittanbieterquellen für die allgemeine Mailing-Liste gewonnen werden können.

6. Auswahl bieten und die Häufigkeit vom Benutzer bestimmen lassen

Wenn Ihre Website in Ressorts unterteilt ist, kann dies auch für Ihre Liste empfehlenswert sein. Lassen Sie die Benutzer entscheiden, welche Themen interessant für sie sind, indem Sie die Liste segmentieren, oder ermöglichen Sie ihnen, die Häufigkeit der E-Mails zu bestimmen.

New York Times newsletter subscription

Die Abonnenten der New York Times können die für sie relevanten Informationen auswählen und die Häufigkeit der E-Mails bestimmen.

7. Werben Sie mit Ihrer Bekanntheit und Ihrem guten Ruf

Wenn Sie sich über einen großen Verteiler freuen können, scheuen Sie sich nicht dies auch zu zeigen. Wenn sich bereits tausende Abonnenten zuvor angemeldet haben, kann es schließlich keine schlechte Entscheidung sein, sich anzumelden, oder? Wenn Sie sich etwas mehr im Nischensegment bewegen, können Sie auf eine bestimmte Kompetenz („Schließen Sie sich den 1.000 erfolgreichsten Profis im Diamantschmuckhandel an“) oder den Wert für Ihre Abonnenten verweisen („Dank der Tipps aus unserem Newsletter konnten unsere Abonnenten 1.000.000 € an Bankgebühren sparen“).

Wer hat derzeit Ihren Newsletter abonniert? Vielleicht sind einige Ihrer zufriedenen Leser dazu bereit, Ihnen mit einer öffentlichen Referenz zu helfen, die Sie unter dem Anmeldeformular einbinden können.

8. Ansprechende Details in den Anmeldeprozess einbinden

Für die meisten Unternehmen sind kleine Details wie Animationen eher zweitrangig. Designorientiert handelnde Unternehmen wissen, dass sich kleine Details summieren und eine messbare Wirkung erzielen können – besonders beim Anmeldeprozess, bei dem die Ausstiegsraten hoch sind und es enorm wichtig ist, die Aufmerksamkeit des Benutzers bis zum Abschluss der Anmeldung beizubehalten.

Patrick Rogan hat ein ansprechendes Formular erstellt, das eine deutliche zweite Handlungsaufforderung beinhaltet („Prüfen Sie Ihr Postfach!“)

Es gibt viele Möglichkeiten, den Anmeldevorgang besonders zu gestalten. Seien Sie kreativ, und kreieren Sie etwas, das sich von der Masse abhebt.

9. Optimieren Sie Ihren Double-Opt-In-Prozess

ASICS newsletter opt-in

In den Bestätigungs-E-Mails von MY ASICS liegt der Schwerpunkt auf der Double-Opt-in-Handlungsaufforderung, ohne dass der Empfänger abgelenkt wird.

Sie haben das Anmeldeformular optimiert? Belassen Sie es nicht dabei. Stellen Sie sicher, dass auch der in Deutschland, der Schweiz und Österreich vorgeschriebene E-Mail-Bestätigungs- bzw. Opt-in-Prozess makellos verläuft. Gestalten Sie Ihre Bestätigungs-E-Mail optisch besonders ansprechend (verwenden Sie keine Standard-E-Mails von Ihrem Newsletter-Dienstanbieter oder Nur-Text-E-Mails), sodass die Double Opt-in-Handlungsaufforderung hervorsticht und Freude macht. Die Bestätigungs-E-Mail ist eine weitere tolle Möglichkeit, um dem Leser den Wert zu vermitteln, der ihm das Abonnieren des Newsletters bietet.

Tipp für Einzelhändler:

money-bagWenn Sie einen Newsletter oder das Abonnieren von Inhalten anbieten, werden Sie wahrscheinlich viele Anmeldungen im letzten Schritt einer Bestellung generieren. Wenn Sie die Bestätigungs-E-Mails für die Bestellung und den Newsletter kombinieren können, so tun Sie dieses. Ersparen Sie es Ihren Kunden, vier E-Mails – Bestellbestätigung, Werbe-E-Mail, Newsletter-Bestätigung, Bestätigung der Newsletter-Bestätigung – in Folge zu erhalten. Sie müssen auch keine weitere E-Mail zur Bestätigung des erfolgreichen Double Opt-in-Vorgangs senden. Ihre Abonnenten hören sowieso bald von Ihnen, wenn Sie interessante Neuigkeiten für sie haben – nämlich im nächsten Newsletter.

Die Ausstiegsraten sind in der Double-Opt-in-Phase des Anmeldevorgangs, bei der der Abonnent die erste E-Mail öffnen und zur Bestätigung klicken muss, besonders hoch. Sie können den Vorgang vereinfachen, indem Sie einen direkten Link zum Postfach bereitstellen.

So geht’s: Prüfen Sie, ob die E-Mail-Adresse auf „googlemail.com“ (oder eine ähnliche bekannte Webmail-Domäne wie WEB.DE, T-Online oder GMX) endet und implementieren Sie einen direkten Link, mit dem auf eine Suche nach der Betreffzeile der Bestätigungs-E-Mail verwiesen wird.

double-opt-in-email

Die Bestätigungsseite von „Fluent In 3 Months“ zeigt klar den nächsten Schritt auf und stellt einen direkten Link zur Google-Mail-Suche (die zur Double-Opt-in-Bestätigungs-E-Mail verweist) bereit.

10. Anmeldung ohne Eingabe einer E-Mail-Adresse ermöglichen

Seien wir ehrlich: Niemand füllt gerne Formulare aus. Das gilt besonders bei Verwendung von Touchscreen-Geräten. Warum also nicht Möglichkeiten schaffen, sich ohne Tippen anzumelden?
Upworthy hat ein Newsletter-Konzept aus den frühen 2.000ern aufgegriffen: die Anmeldung durch Senden einer E-Mail. Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Ein-Klick-Abonnement“ wird die E-Mail-App des Benutzers geöffnet, und im Text wird erklärt, dass zum Abonnieren lediglich auf „Senden“ geklickt werden muss. Der Benutzer muss seine E-Mail-Adresse nicht eingeben (sofern die E-Mail-App auf dem Smartphone konfiguriert ist) und Upworthy erspart sich die Double Opt-in-Bestätigung, da der Abonnent die Gültigkeit bereits mit der ersten E-Mail bestätigt.

Als Alternative zur Eingabe einer E-Mail-Adresse können Sie ebenfalls die Anmeldung via sozialen Netzwerken (beispielsweise Facebook oder Google) einbinden und ausprobieren. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass der Double Opt-in-Vorgang entfällt, das Risiko von Rechtschreibfehlern nur minimal ist und Sie neben der E-Mail-Adresse auch den Vor- und Nachnamen des Abonnenten erhalten.

Die 10. Tipps zeigen wie andere Unternehmen es schaffen, mehr Webseitenbesucher in Newsletter-Abonnenten zu konvertieren. Probieren Sie diese Anregungen doch selbst einmal auf Ihrer Webseite aus.


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